Garcia Lorca, Gedichte
lesen,  Lyrik

Federico Garcia Lorca // Gedichte

Seit Lope de Vega hat man in spanischer Sprache keinen Dichter gekannt, der so verführt.“ So heißt es auf dem Buchrücken. Vielleicht muss ich dann mal was von de Vega lesen. Lorca fand ich eher lahm.

  • Darum lesen: wichtiger Vertreter spanischer Lyrik zwischen den Weltkriegen.
  • Darum nicht lesen: kryptisch, sperrig, langweilig.

Ich kann mich noch gut an jenen Poetry-Slam-Abend erinnern, als mir eine der Poetinnen mit glühender Leidenschaft Lorcas Gedichte empfahl, nachdem ich erwähnt hatte, die Bluthochzeit recht gerne gelesen zu haben. Nun, ich bleibe vielleicht lieber bei der Bluthochzeit, Lorcas Gedichte haben mir gar nicht gefallen. Mein Problem: Zu kryptisch. Ich will nicht erst die Biografie des Autors auswendig lernen oder mich in genretypische Bilder reinfuchsen, um ein Gedicht zu verstehen.

Orange und Zitrone.

Ach Mädchen
der schlimmen Liebe!

Zitrone und Orange.

Ach Mädchen, weißes Mädchen!

Zitrone.

(Wie die Sonne
strahlte.)

Orange.

Über die Kiesel
des Wassers.

Naja.

Ein weiteres Problem ist möglicherweise die Übersetzung. Die Sprache ist furchtbar sperrig. So hat mir die Lektüre dieses Gedichtbandes keinen Spaß gemacht.

Allerdings: Beim Nachdenken über die Gedichte, Lorcas Leben und spanische Literatur ist mir plötzlich der Titel eines Buches eingefallen, den ich schon Jahre vergessen (und das überhaupt keine spanische, lediglich spanischsprachige Literatur ist) und verzweifelt gesucht hatte: Chronik eines angekündigten Todes. Kam einfach so. Zack stand der Titel im Raum. Insofern hat sich die Lektüre dann ja doch gelohnt.

Federico Garcia Lorca // Gedichte
Erste Auflage 1998, Ausgabe von 1969, Gedichte von 1918 bis in die späten 30er-Jahre
insel
139 Seiten

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