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Micha Black // Wolfssaison

Ein Werwolf mordet sich durch die Modeszene von Paris. Klingt irgendwie nach trashigem Horror, ist aber eine Who-Done-It-Kriminalgeschichte. Trotz einiger Schwächen kann es das Buch mit den üblichen Verdächtigen eines jeden Krimiregals einer Buchhandlung aufnehmen. Darum lesen: ganz angenehme, unspektakuläre Unterhaltungsliteratur Darum nicht lesen: anspruchsvolle Leser werden sich von mittelmäßigen Dialogen und einigen kleinen Fehlern abgelenkt fühlen Wolfssaison ist einerseits ein ganz typischer Krimi. Die junge Komissarin Claire mit ausgeprägtem Gerechtigkeitssinn und unorthodoxen Methoden bekommt Schwierigkeiten mit ihrem Vorgesetzten. Sie kriegt dann doch nochmal eine Chance, der Fall entpuppt sich als außerordentlich schwierig. Sie hat erste Erfolge, dann kommen die Erlittlungen ins Stocken, und schließlich kommt natürlich der Durchbruch. Quasi Standardplot. Der Leser darf sich fast die ganze Zeit zusammen mit der Kommissarin fragen, wer wohl der Werwolf ist. Weite Teile hat der Leser den gleichen Wissensstand wie sie, am Ende verheimlicht uns der Autor dann einige Dinge, die Claire weiß. Schon ok, dadurch ist das Buch spannend, aber in richtig guten Büchern kann der Autor sowas vermeiden. Natürlich gibt’s eine kleine Liebesgeschichte, die allerdings …